Madeira im Februar: Unser Reisebericht & nützliche Tipps für 1 Woche

Madeira im Februar – Unser Reisebericht: Eine Woche Rundreise ins ewige Grün

Nürnberg, Anfang Februar. Der Himmel ist grau, der Nieselregen klatscht gegen die Scheiben, und der Winter fühlt sich an, als würde er nie enden. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man einfach nur noch raus muss? Raus in die Sonne, ans Meer, irgendwohin, wo die Welt wieder Farbe hat?

Genau so ging es uns. Und wenige Stunden später landeten wir in einer völlig anderen Welt.


🇵🇹 Madeira im Februar – kurz & ehrlich zusammengefasst

🌡️ Temperaturen
Tagsüber meist 19–24 °C, abends deutlich kühler (Jacke nötig).

🌦️ Wetter
Wechselhaft: viel Sonne, aber auch kurze Schauer möglich. Kein Dauerregen .

🌊 Baden im Meer
Möglich, aber frisch. Wassertemperatur ca. 18–19 °C. Für viele eher „kurz rein“ als Badeurlaub.

🌿 Natur & Landschaft
Extrem grün, Wasserfälle aktiv, perfekte Zeit für Wanderungen & Roadtrips.

👥 Touristen & Preise
Deutlich ruhiger als Sommer. Weniger los, entspannter unterwegs, oft günstigere Unterkünfte.

✅ Unser Fazit
Madeira lohnt sich im Februar, wenn du Natur, Bewegung und Ruhe suchst.


Hier kommt nun unser neuer Madeira Reisebericht! Wir nehmen euch mit auf unsere einwöchige Tour über die Blumeninsel – mitten im Winter, der sich hier aber so gar nicht wie Winter anfühlt.

Warum eigentlich Madeira im Februar?

Seien wir ehrlich: Wir waren uns erst nicht sicher. Ist das Wetter stabil? Kann man wandern? Lohnt sich eine Woche? Die kurze Antwort: Ja, absolut! Madeira im Februar ist ein Traum für alle, die dem deutschen Schmuddelwetter entfliehen wollen, ohne gleich um die halbe Welt zu fliegen. Die Temperaturen lagen bei uns meistens zwischen angenehmen 18 und 24 Grad. T-Shirt-Wetter in der Sonne, Pulli-Wetter im Schatten – perfekt, um die Insel aktiv zu erkunden.

Zudem blüht es hier tatsächlich das ganze Jahr. Während zu Hause die Bäume kahl sind, leuchteten uns hier Strelitzien, Aloe Vera und Hibiskus entgegen.

Das Wetter im Februar: Ein kleiner Realitätscheck

Damit ihr wisst, was euch erwartet, haben wir mal unsere Erfahrung und die Durchschnittswerte zusammengefasst. Wichtig: Auf Madeira kann sich das Wetter alle 5 Minuten und alle 5 Kilometer ändern!

Wetterdaten Februar Durchschnitt Unsere Erfahrung
Tagestemperatur ~19°C gefühlt 25°C
Nachttemperatur ~13°C Pulli abends nötig
Sonnenstunden 6 5 Tage Sonne
Regentage ~7 nur kurze Schauer


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Ankunft & unser Mietwagen: Freiheit auf vier Rädern

Unser Startflughafen war Nürnberg, was übrigens unser absoluter Lieblings Flughafen ist.  Nach gut vier Stunden Flugzeit (und einem spektakulären Landeanflug, bei dem man fast glaubt, im Wasser zu landen!) hatten wir festen Boden unter den Füßen.

Traumwetter über den Wolken

Für uns war klar: Wir wollen flexibel sein. Madeira ohne Mietwagen? Für uns keine Option. Wir lieben es einfach, spontan an einer schönen Bucht anzuhalten oder den Sonnenuntergang genau dort zu schauen, wo es uns gerade gefällt. Wir haben unseren Wagen direkt am Flughafen übernommen und können euch das nur empfehlen.

Ein kleiner Tipp von uns:

Wir hätten beim Mietwagen fast an der falschen Stelle gespart.
Viele günstige Angebote auf Madeira haben unter 90 PS – das merkt man spätestens, wenn man rückwärts am Berg anfahren muss. Wir haben deshalb gezielt nach 100+ PS Automatik gesucht.

💡 So haben wir gefiltert: Motorisierung prüfen (100+ PS), Abholung direkt am Flughafen, lieber ein paar Euro mehr – dafür stressfrei durch die Berge.

🚗 Unser Mietwagen-Tipp für Madeira

Die Straßen auf Madeira sind teils extrem steil und kurvig. Spart nicht an der falschen Stelle: Mit 100+ PS und Automatik  fährt es sich deutlich entspannter – vor allem in den Bergen.

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Unser Mietwagen auf Madeira

Wo übernachten auf Madeira?

Ob ein Hotel in Funchal oder eine Ferienwohnung mit Meerblick – die Wahl der Unterkunft ist auf Madeira fast genauso wichtig wie der Mietwagen. Wir empfehlen, die Unterkunft strategisch zu wählen, je nachdem, ob ihr lieber wandern oder in der Hauptstadt bummeln wollt. Im Februar gibt es noch viele tolle Angebote, also bucht frühzeitig!

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Unsere Highlights: Von Funchal bis in die Wolken

In einer Woche kann man die Insel entspannt umrunden, auch wenn wir natürlich längst nicht jeden Winkel gesehen haben (ein Grund mehr, wiederzukommen!). Hier sind unsere absoluten Lieblingsmomente.

1. Funchal – Bunt, wuselig und wunderschön

Unser erster Stopp war natürlich die Hauptstadt. Funchal hat einen ganz eigenen Charme. Wir haben uns einfach durch die Gassen der Altstadt (Zona Velha) treiben lassen, vorbei an den bemalten Türen in der Rua de Santa Maria. Ein Muss ist der Mercado dos Lavradores. Ja, es ist touristisch, aber die Farbenpracht der exotischen Früchte ist einfach ein geniales Fotomotiv.

Neben dem Sightseeing bietet Funchal auch eine grandiose Küche. Besonders in der Altstadt findet ihr zahlreiche traditionelle Restaurants (Tipps: Espada com Banana probieren!), aber auch moderne Gourmet-Lokale. Ein absolutes Highlight ist frischer Fisch direkt aus dem Atlantik.

2. Botanischer Garten & Seilbahn: Funchal von oben

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Botanischen Gartens. Wir sind gemütlich mit der Seilbahn von Funchal aus hinaufgefahren – allein diese Fahrt ist schon die halbe Miete! Da wir nachmittags dort waren, stand die Sonne bereits herrlich tief. Die Aussicht über die roten Dächer von Funchal, den Hafen und das tiefblaue Meer war atemberaubend und lieferte uns ein paar wirklich tolle Fotomotive direkt aus der Kabine. Oben angekommen, haben wir in der warmen Nachmittagssonne die faszinierende Pflanzenvielfalt genossen und das eine oder andere florale Foto geschossen.

Gut zu wissen: Infos zum Jardim Botânico da Madeira

  • Öffnungszeiten: Täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr.
  • Eintritt: Der Eintritt in den Botanischen Garten kostet ca. € 7,50 pro Person.
  • Seilbahn: Die Seilbahnfahrt (Téléferico) von Funchal zum Garten ist separat zu zahlen (ca. € 12,50 für Hin und Zurück). Es gibt auch Kombitickets!

3. Über den Wolken: Pico do Arieiro

Diesen Moment werden wir so schnell nicht vergessen. Wir sind früh morgens mit dem Auto hoch zum Pico do Arieiro gefahren (einer der wenigen Gipfel, die man befahren kann). Oben angekommen, standen wir buchstäblich über der Wolkendecke. Die Sonne brach gerade durch, und die schroffen Felsspitzen ragten wie Inseln aus dem Wolkenmeer. Gänsehaut pur!

Wichtig: Zieht euch hier oben warm an – im Februar pfeift der Wind auf 1.818 Metern ordentlich. Eine gute Windjacke ist Pflicht!

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Wenn du keinen Mietwagen hast, bietet sich es absolut an, eine Tour zum Sonnenaufgang buchen. Das frühe Aufstehen lohnt sich in jedem fall. Du wirst direkt im Hotel abgeholt und in eine Gegend gebracht, die dir den Atem stocken lässt. Hier eine Tour buchen.

Spektakuläre Ausblicke

 

4. Levada-Wanderungen: Im grünen Herzen

Madeira ist berühmt für seine Levadas (Bewässerungskanäle). Wir haben uns für eine Tour im Lorbeerwald entschieden. Es ist fast magisch: Alles ist moosbewachsen, es tropft und plätschert, und die Luft ist so frisch, dass man sie am liebsten in Flaschen abfüllen würde. Wandern auf Madeira ist Balsam für die Seele – und auch für ungeübte Wanderer (wie wir es manchmal sind)  gut machbar, da viele Wege kaum Steigung haben.

Tipp für Nicht-Autofahrer: Falls ihr keinen Mietwagen habt, gibt es tolle geführte Levada-Touren, bei denen ihr direkt am Hotel abgeholt werdet.

 

Der Norden um Porto Moniz

Die Nordseite der Insel ist rauer, wilder und oft auch etwas wolkenverhangener als der sonnige Süden. Aber genau das macht den Reiz aus. Die Fahrt entlang der Küste ist spektakulär. In Porto Moniz haben wir uns die Naturschwimmbecken aus Lavagestein angesehen. Im Februar war uns das Wasser zum Baden zwar etwas zu frisch (Respekt an alle, die drin waren!), aber allein der Anblick der Wellen, die gegen die schwarzen Felsen krachen, ist die Fahrt wert.

6. Santana: Die bunten Häuschen im Norden

Weiter im Nordosten der Insel liegt Santana, berühmt für seine „Casas Típicas“. Diese kleinen, dreieckigen Häuschen mit ihren strohgedeckten Dächern und den knallig bunten Fassaden sind das Sinnbild der alten Madeira-Architektur. Sie dienten früher als Bauernhäuser, in denen Mensch und Tier unter einem Dach lebten. Es ist heute zwar eher ein Freilichtmuseum, aber für uns war es ein Muss, diese einzigartigen Fotomotive festzuhalten. Der Kontrast zwischen dem leuchtenden Rot, Blau und den satten grünen Gärten ist einfach unschlagbar!

Gut zu wissen: Besuch der Casas Típicas

  • Lage: Sie stehen direkt im Zentrum von Santana (Leicht zu finden).
  • Eintritt: Der Besuch des kleinen Geländes ist meistens kostenlos.
  • Öffnungszeiten: Die Häuschen selbst sind von ca. 9:00 bis 18:00 Uhr zugänglich (ideal für Fotos am Vormittag).

FAQ: Häufige Fragen zu Madeira im Februar

Hier beantworten wir noch kurz die Fragen, die uns vor der Reise am meisten beschäftigt haben:

Braucht man im Februar Winterjacken auf Madeira? Jein. An der Küste reicht oft ein T-Shirt und eine leichte Strickjacke. Aber wenn ihr in die Berge fahrt (und das solltet ihr!), braucht ihr definitiv eine Fleecejacke und einen Windbreaker. Zwiebelprinzip ist angesagt!

Kann man im Februar im Meer baden? Das Wasser hat ca. 18 Grad. Für eine kurze Erfrischung okay, aber für stundenlanges Planschen eher zu kalt. Viele Hotels haben aber beheizte Außenpools.

Ist Autofahren auf Madeira schwer? Die Hauptstraßen sind super ausgebaut (viele Tunnel!). Aber sobald man in die Dörfer oder zu Aussichtspunkten fährt, wird es sehr steil und eng. Man sollte das Anfahren am Berg beherrschen.


Unsere liebsten Reisezeiten im Jahr
So fühlt sich unser Reisejahr für uns am stimmigsten an – von Winterflucht bis Frühlings-Stadtgefühl.

Februar – Madeira & Dubai
Perfekt, um dem Winter für ein paar Tage zu entkommen.
Dubai im Februar

April – Paris
Straßencafés, Kirschblüten und dieses besondere Frühlingsgefühl in der Stadt.
Paris im April

April – Mallorca
Sonne, Ruhe und weite Landschaften – ideal für eine entspannte Auszeit am Meer.
Mallorca im April

Mai – London
Blühende Parks, lange Tage und eine Stadt, die draußen richtig lebendig wird.
London im Mai

Unser Fazit: Madeira im Februar? Immer wieder!

Diese eine Woche hat uns unglaublich gutgetan. Madeira ist keine typische Badeinsel mit endlosen Sandstränden, aber sie ist eine Insel für Entdecker, für Naturliebhaber und für alle, die – genau wie wir – das Meer und spektakuläre Aussichten lieben.

Der Februar war für uns die perfekte Reisezeit: Nicht zu voll, angenehm mild und genau die Dosis Vitamin D, die wir nach dem deutschen Winter gebraucht haben.

Habt ihr auch schon mal über eine Reise im Winter nachgedacht oder wart vielleicht schon auf Madeira? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

PS: Mehr Madeira-Feeling? Unsere schönsten Momente und alle praktischen Tipps in bewegten Bildern findet ihr auch in unserer Highlight Story „Madeira“ auf unserem Instagram-Kanal!

 

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