Santorini ist eine der bekanntesten Inseln Griechenlands – und gleichzeitig eine der widersprüchlichsten.
In diesem Santorini Reisebericht nehmen wir dich mit auf unsere Reise zwischen Postkartenmotiven, überfüllten Gassen und überraschend ruhigen Momenten. Wir teilen unsere Eindrücke, ordnen ein und zeigen, für wen Santorini wirklich passt – und für wen eher nicht.
Santorini – kurz & ehrlich zusammengefasst
🌍 Art der Reise: Inselhopping & individueller Inselaufenthalt
⏳ Wie lange bleiben? 3–4 Tage reichen für Highlights & Eindrücke
☀️ Beste Reisezeit: April–Mai & September–Oktober
👥 Besucherandrang: Tagsüber sehr voll, morgens & abends deutlich ruhiger
💸 Preisniveau: Hoch – vor allem in Oia & an der Caldera
❤️ Unser Fazit: Santorini ist beeindruckend, aber kein Ort für „einfach treiben lassen“. Timing entscheidet.
Kosten auf Santorini – was dich ungefähr erwartet
- ☕ Kaffee: ca. 3–5 €
- 🥙 Gyros oder Snack: ca. 9–14 €
- 🍽️ Abendessen im Restaurant: ca. 20–35 € pro Person
- 🚗 Mietwagen: ab ca. 35–60 € pro Tag
- 🏨 Unterkunft mit Caldera-Blick: häufig ab 250 € pro Nacht
Unsere Einschätzung:
Santorini gehört zu den teuersten Reisezielen Griechenlands. Wer Kosten sparen möchte, sollte bewusst außerhalb von Oia und der Caldera übernachten oder Santorini nur für wenige Tage einplanen.
Wetter auf Santorini – unsere Einschätzung nach Reisezeit
| Zeitraum | Wettergefühl | Gut geeignet für |
|---|---|---|
| April – Mai | Mild, sonnig, teils windig | Erkunden, Wandern, Fotografieren |
| Juni – August | Sehr warm, trocken, extrem voll | Baden, Sonnenuntergänge (früh da sein) |
| September – Oktober | Warm, ruhiger, angenehmes Licht | Beste Mischung aus Wetter & Ruhe |
| Winter | Kühl, ruhig, vieles geschlossen | Nur für Landschaft & Ruhe |
Unsere Anreise nach Santorini
Mit der Fähre von Mykonos nach Santorini
Sturm auf Mykonos ist ja nun wirklich keine Seltenheit aber was wir hier die letzten 2 Tage erlebt haben, war schon verrückt. Ein Medicane (Mediterraner Hurricane ) zog mit voller Wucht über Griechenland und richtete vor Allem rund um Athen sehr heftige Schäden.
Hier auf den Kykladen war es jetzt nicht ganz so schlimm, dennoch hatten wir auch Sturm und Regen. Alle Fähren auf die benachbarten Inseln mußten in ihren Häfen bleiben. Heute war der erste Tag, an denen die Fähren wieder auslaufen konnten und so taten wir das.
Hier am Hafen in Mykonos holt man sich seine Tickets zur jeweiligen Insel. Wir haben unsere bereits online über Greekferries gebucht. Nur gut, denn hier mussten die Leute doch schon ziemlich lange auf ihre Tickets warten.
Die Schlangen sind schon sehr lang. Übrigens waren wir mit noch einem anderen paar, die Einzigen, die mit ihrem Mietwagen auf die Fähre sind.
Da wir aber sehr gern , wo auch immer wir gerade sind, mobil sein wollen, musste unser Auto natürlich auch dieses Mal mit nach Santorini. Den Wagen haben direkt die komplette Zeit gemietet.
Also auf Mykonos gemietet und da auch wieder am letzten Tag abgegeben. Der Vermieter hat uns schlußendlich sogar direkt zum Abfluggate gefahren mit unserem Auto. Ein echt toller Service. 🙂
Nun kam unsere Fähre endlich und wir waren schon sehr aufgeregt, denn das haben wir hier auch zum ersten Mal gemacht. Über griechische Fähren hört man ja hier so dies und das. Aber man sollte es ja schon selbst erleben, bevor man da wirklich mitreden kann. Das ist zumindest unsere Devise. Also, ab auf die Fähren. Zuerst müssen alle Fussgänger drauf, das kann dauern. Wir warten also…
Los gehts nun. Das Auto ist abgepackt unsicher. Jetzt suchen wir uns einen von den vielen Plätzen, die wirklich sehr bequem sind. Auf der Hinfahrt nach Santorini durften wir allerdings den Innenraum nicht verlassen.
Alles gar nicht schlimm, denn es dauert nicht lange und wir schlafen einfach ein. Nach 3 Stunden ruhiger Fahrt sind wir nun auf der Vulkaninsel angekommen. Jetzt heisst es wieder. Zuerst alle Fußgänger raus, dann wir mit unseren Autos.
Jetzt schlängeln wir uns erstmal mit dem Auto vom Hafen hoch auf den Rand der Caldera (Kraterrand) Es führt nur eine steile und kurvenreiche Straße hoch. Oben angekommen traut man seinen Augen kaum. Es ist wirklich überwältigend. Wir können die ganze Caldera einblicken – Es ist wunderschön.
Wo übernachten auf Santorini? – Oia, Fira oder Strand
Santorini ist klein, fühlt sich aber je nach Ort komplett unterschiedlich an. Die Wahl der Unterkunft entscheidet darüber, ob du die Insel als magisch oder als anstrengend erlebst.
Oia – spektakulär, teuer und oft überfüllt
Oia ist das Bild, das man von Santorini kennt: weiße Häuser, blaue Kuppeln, Sonnenuntergänge über der Caldera. Genau deshalb ist es tagsüber extrem voll – besonders wenn Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen.
👉 Passende Unterkünfte in Oia findest du hier.
Passt zu dir, wenn:
- du genau dieses Santorini-Erlebnis suchst
- du früh aufstehst oder abends unterwegs bist
- das Budget zweitrangig ist
Eher nichts für dich, wenn:
- du Ruhe suchst
- du dich schnell von Menschenmengen gestresst fühlst
Fira, Firostefani & Imerovigli – guter Kompromiss
Diese Orte liegen zentral an der Caldera, sind besser angebunden und etwas weniger extrem als Oia. Besonders Imerovigli und Firostefani empfanden wir als angenehmer und ruhiger.
👉 Passende Unterkünfte in Fira und Umgebung findest du hier.
Passt zu dir, wenn:
- du Caldera-Blick möchtest, aber nicht im Trubel von Oia
- du Restaurants, Busverbindungen und Wege schätzt
- du Santorini entspannter erleben willst
Kamari & Perissa – Strandorte mit anderer Atmosphäre
Die Strandorte auf der Ostseite sind deutlich günstiger, entspannter und weniger überlaufen. Dafür fehlt hier der typische Caldera-Blick – Santorini fühlt sich ganz anders an.
👉 Passende Unterkünfte in Kamari & Perissa findest du hier.
Passt zu dir, wenn:
- du baden möchtest
- du länger bleiben willst
- du Santorini mit mehr Alltag und weniger Inszenierung suchst
Unser Fazit:
Wenn du Santorini zum ersten Mal besuchst, sind Firostefani oder Imerovigli für uns der beste Kompromiss. Oia ist beeindruckend, aber anstrengend – die Strandorte hingegen entspannter, aber weniger typisch.
Passende Unterkünfte auf Santorini finden
Die Karte zeigt eine Auswahl passender Unterkünfte auf Santorini – je nach Lage, Reisezeit und Verfügbarkeit.
Beim ersten Spaziergang durch Fira und Megalochori fällt uns auf, wie nah man hier tatsächlich am Kraterrand unterwegs ist – oft nur wenige Schritte von kleinen Boutique-Hotels und Pensionen entfernt.
Viele Unterkünfte bieten bereits großartige Ausblicke und eine besondere Atmosphäre. Wer sich allerdings maximale Ruhe und echte Privatsphäre wünscht, findet diese vor allem in den Häusern, die direkt an der Caldera liegen.
Ja, diese Unterkünfte sind preislich eine andere Liga – dafür erlebt man Santorini hier von seiner vielleicht schönsten Seite: mit Weite, Ruhe und einem Blick, der jeden Abend besonders macht.
Auch hier treffen wir überall freundliche und sehr offene Menschen. Das tut immer gut …Straßenmusiker mögen wir eh immer besonders gern.
Nachdem wir unsere Unterkunft bezogen hatten, machten wir uns auf den Weg nach Oia, das ist ein kleiner Ort ganz im Westen der Insel, um da den Abend ausklingen zu lassen. Die Lichter der Häuser und Restaurants gingen überall an und der Kraterrand begann förmlich zu leuchten.
In Verbindung mit den weissen, mit Kalkfarbe gestrichenen Kykladen Häusern bot sich uns eine ganz besonders magische Stimmung. Wir konnten uns gar nicht satt sehen. Somit ging für uns nun ein ereignisreicher, wunderschöner Tag zu Ende…
Tag 2 auf Santorini – Ein Traum in Blau & Weiss
Nun wollten wir die Insel natürlich komplett und bei schönstem Sommerwetter geniessen. Und das haben wir auch. Wenn man früh morgens unterwegs ist, noch bevor die Mehrheit der Leute von den Kreuzfahrtschiffen die Insel besiedeln, ist es wirklich unglaublich schön.
Man kann ganz in Ruhe direkt am fast 400 Meter hohen Kraterrand in unzähligen Restaurants & Cafe’s gemütlich Kaffee trinken oder etwas essen. Fotografisch gesehen ist es natürlich unfassbar. An der Ecke hat man ein Postkartenmotiv vor sich, das ist schon sehr Besonders. 🙂
Irgendwie passt dieses ganze Farbspiel hier auf dieser Insel wunderbar zu uns 🙂 Die weiss blauen Farben des Meeres lieben wir über Alles.
Beste Reisezeit für Santorini
Beste Reisezeit für Santorini
Santorini fühlt sich nicht das ganze Jahr gleich an. Im Frühling und im Herbst ist die Insel für uns am stimmigsten: warmes Licht, entspannte Tage und noch genug Ruhe, um die besonderen Orte wirklich wirken zu lassen.
In den Sommermonaten pulsiert Santorini deutlich mehr. Die Tage sind heiß, die Abende lang – perfekt für alle, die das lebendige Inselleben mögen. Wer es ruhiger und ursprünglicher sucht, reist besser außerhalb der Hochsaison.
Wetter & Temperaturen auf Santorini
Wetter & Temperaturen
Santorini ist sonnenverwöhnt. Die meiste Zeit des Jahres zeigt sich die Insel von ihrer hellen, klaren Seite – mit viel Licht und trockener Wärme.
Besonders angenehm empfinden wir die Temperaturen im Frühling und Herbst. Dann lässt sich die Insel wunderbar zu Fuß entdecken, ohne Eile, ohne Hitze. Im Hochsommer bringt der oft wehende Wind etwas Abkühlung, trotzdem fühlt sich alles intensiver an.
Preise & Kosten auf Santorini
Preise & Kosten auf Santorini
Santorini ist keine günstige Insel – vor allem dann nicht, wenn man direkt an der Caldera wohnen möchte. Lage, Aussicht und Privatsphäre haben hier ihren Preis.
Gleichzeitig zeigt die Insel, wie unterschiedlich Santorini sein kann: Abseits der bekanntesten Orte findet man ruhigere Unterkünfte, charmante Pensionen und Restaurants, in denen man sehr gut essen kann, ohne dass es sich übertrieben anfühlt.
Wer bewusst wählt, kann Santorini auch entspannt genießen – ganz ohne Luxuszwang.
Selten haben wir solche atemberaubenden Ausblicke erlebt, wie hier auf Santorini. Abseits der Touristenmassen finden wir immer wieder kleine Seitengassen, wo man sich einfach ganz in Ruhe hinsetzen und staunen kann.
Unterkünfte auf Santorini
Zur besseren Orientierung findest du hier eine Karte mit passenden Unterkünften auf der Insel – je nach Lage, Budget und Reisezeit.
Die Karte zeigt verfügbare Unterkünfte verschiedener Anbieter und hilft dir bei deiner Planung.
Nun war der zweite Abend da und wir haben uns einfach mal wieder zurückgezogen und ohne jegliche Touristen den Sonnenuntergang gegönnt.
Diese Stimmung muss man einfach erlebt haben, die Sonne versinkt im ägäischen Meer und taucht die Landschaft in ein zart rosafarbenes Licht. Für uns sind das diese Momente, die wir für immer festhalten wollen. Wir wollen die Zeit einfach anhalten, so magisch ist dieser Moment für uns.
Der letzte Tag auf Santorini
Früh morgens machen wir uns dieses Mal auf nach Oia. Es ist gerade mal 8 Uhr und wir sind so ziemlich allein unterwegs. Das ist es, was wir als Fotografen so richtig genießen können. Später möchten wir dann auch noch etwas Strandleben geniessen, auch wenn man das hier auf Santorini nicht erwartet, es gibt richtig schöne Lavastrände hier. Die sind natürlich allesamt auf der Rückseite des Kraters gelegen.
Vom Oia Castle hat man einen tollen Überblick nach allen Seiten und die morgendliche Ruhe tut unheimlich gut. Gerade wenn man weiss, dass gegen 10 Uhr wieder Touristenmassen mit Bussen den Ort belagern. Wir sind dann längst wieder weg und entdecken andere Stellen der Insel.
Den Rest des Tages haben wir einfach gemütlich am Strand verbracht, direkt am Meer landestypisch gegessen und einfach nur die Seele baumeln lassen. Das Wasser ist hier übrigens sehr „zahm“. Wir hatten kaum Wellen, haben bei glasklarem Wasser super geschnorchelt. Traumhaft.
Das Ammoudi Fisch Restaurant können wir euch nur empfehlen, direkt am alten Fischerhafen mit kleinem Strand gelegen bietet es dem Besucher fangfrischen Fisch und allerlei weiteren Köstlichkeiten. Die Lage des Restaurants unterhalb von Oia ist entweder direkt zu Fuss von Oia aus zu erreichen, als auch über eine kleine Strasse mit dem Auto.
Santorini ist auf jeden Fall eine Reise wert. Es ist eine Insel, die man auf jeden Fall einmal im Leben gesehen haben sollte, wie wir meinen.
Für uns ging es jetzt wieder mit der Fähre zurück nach Mykonos. Ein letzter Blick auf das kleine Oia am westlichen Ende des Kraters. Die Strasse runter zum Ammoudi Beach mit seinem Restaurant ist selbst von hier aus sehr gut zu erkennen.
Dieses Mal allerdings konnten wir direkt raus auf’s Oberdeck und hatten beste Aussicht auf die umlegenden Inseln und konnten uns bei bestem Wetter die Sonne auf den Bauch scheinen lassen 🙂
Auf der Rückfahrt gab es nur einen Stop auf Paros. Diese kleine Insel hat es uns auch schon angetan. Nur allein vom vorbeifahren strahlt es eine grosse „Sympathie“ aus.
Es wirkt alles sehr einladend, wir haben traumhafte türkisfarbene Strände/Buchten von der Fähre aus gesehen, welche vollkommen menschenleer waren. Irgendwann werden wir sicher hier landen um auch diese Insel ganz in Ruhe zu erkunden. Uns macht sowas einfach total Spass.
Aktivitäten auf Santorini auf GetYourGuide
Häufige Fragen zu Santorini
Ist Santorini wirklich so voll?
Ja – besonders tagsüber. Wenn mehrere Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen, sind Orte wie Oia und Fira extrem überlaufen. Früh morgens und am Abend wird es deutlich ruhiger. Wer Santorini entspannter erleben möchte, sollte seine Tageszeiten bewusst planen.
Wie viele Tage sollte man für Santorini einplanen?
Für einen ersten Besuch reichen unserer Meinung nach 3 bis 4 Tage. Das genügt für Oia, Fira, einige ruhige Momente und einen Strand- oder Bootstag. Länger lohnt sich vor allem dann, wenn man bewusst entschleunigen oder außerhalb der Hauptorte wohnen möchte.
Lohnt sich Santorini trotz der vielen Touristen?
Ja – aber nicht für jeden. Santorini ist landschaftlich einzigartig und emotional beeindruckend. Wer Menschenmengen gelassen nehmen kann und sich zeitlich anpasst, wird die Insel lieben. Wer absolute Ruhe sucht, ist auf anderen griechischen Inseln besser aufgehoben.
Wann ist die beste Reisezeit für Santorini?
Die besten Monate sind April bis Mai sowie September bis Oktober. In dieser Zeit ist es warm, aber nicht extrem voll. Die Sommermonate bieten perfektes Badewetter, bringen aber auch den größten Besucherandrang mit sich.
Ist Santorini sehr teuer?
Santorini zählt zu den teuersten Reisezielen Griechenlands. Besonders Unterkünfte mit Caldera-Blick und Restaurants in Oia sind kostspielig. Günstiger wird es in Strandorten wie Kamari oder Perissa sowie außerhalb der Hauptsaison.
Kann man Santorini ohne Auto gut erkunden?
Ja, grundsätzlich schon. Busverbindungen zwischen Fira, Oia und den Strandorten sind gut ausgebaut. Ein Mietwagen oder Roller bietet jedoch mehr Flexibilität – vor allem, wenn man ruhigere Ecken der Insel entdecken möchte.
Santorini steht für spektakuläre Landschaften und besondere Momente. Wer stattdessen mehr Leichtigkeit sucht, findet sie auf Kos, während Mykonos mit Atmosphäre, Strandclubs und Nachtleben punktet.
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